Dorothea Nennstiel-Deilmann in der Deutschen Nationalbibliothek







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Ihre Dorothea Nennstiel-Deilmann








 

1967 gründeten wir den KCU - den Karneval Club Unterbreizbach. Immer dabei:


                        Die Hofsänger des KCU

               Des Karneval - Clubs - Unterbreizbach

Am Abend des 16.März 1967 . die neue Arztpraxis im Dorf war inzwischen bestens angelaufen , und  bei den Fußballern voll integriert, kam Arno nach Sprechstunde und anschließendem Fußballtraining recht spät , aber sehr fröhlich nach Hause zurück und verkündete mir, daß er gerade Mitglied des KCU , des Karneval Clubs Unterbreizbach geworden sei. Zwar hatte ein Jahr zuvor schon  der unermüdliche Unterstützer des Breizbacher Sports , der Bergbauingenieur Ernst Geck , vergeblich versucht, die Karnevalbegeisterung seiner Heimat Westfalen zusammen mit den Sportlern in Unterbreizbach zu entfachen , jedoch vier der aktivsten Fußballer hatten diese Idee noch nicht aufgegeben und gründeten am  24. Februar 1967 mit 13 Mitgliedern den K C U 67.

Als Präsident hatte Walter Rosenau die Zügel ergriffen und führte nun eine überaus erfolgreiche neue Tradition in unserem Dorf ein.

Der talentierte Adolf Heyer hatte die Aufgabe übernommen,eine kleine männliche Gesangsgruppe, die Hofsänger des Prinzenpaares , aufzubauen und zu leiten.Auf seine Frage, ob Arno mitmachen und die musikalische Begleitung übernehmen würde,sagte dieser spontan zu, allerdings in der sicheren Annahme, daß auch ich mich anschließen würde. Da ich aber gerade zur Vorsitzenden der Unterbrezbacher Kulturbundgruppe gewählt worden war, und wir inzwischen ja auch drei Töchter hatten, wollte ich diese neue Aufgabe und Verantwortung zuerst einmal ordentlich in den Griff kriegen.Natürlich verfolgte ich die Entwicklung des neuen Vereins mit großer Interesse,und als ein Tag vor der Generalprobe zur Premiere für den 11.11. stattfand, begleitete ich Arno ins Kulturhaus..Doch die Stimmung dort war ziemlich aufgebracht,weil im Dorf mit heftiger Ablehnung über Respektpersonen diskutiert würde, die sich hier zum Narren machen ließen.Jetzt gab es für mich kein besseres Gegenargument mehr,als hier mitzumachen und wurde an diesem Abend mit noch sechs anderen, davon zwei Lehrern, auch Mitglied. 

Zu Hause dann  machte ich ein paar entsprechend  passende Verse zu einem bekannten Karnevalslied,übte noch kurz.mit Arno , und so gaben auch wir beiden am Gründungsabend

Unser Debut als Musical-Duo,was wir dann noch etliche Jahre als „ Alte Unterbreizbacher“ mit viel Vergnügeb beibehielten

Auch die Hofsänger ernteten viel Applaus und hatten einen Riesenerfolg , als sie im Februar zu den drei tollen Tagen das erste Mal das Schlehnbacher Karnevalslied von Adolf Heyer geschrieben und bis heute zu jeder Veraanstaltung gesungen „ WIR HABEN SELBST HUMOR „ dem Publikum vorstellten.

Diese gesamte erste Saison war mit so großer Begeisterung aufgenommen worden,daß der KCU im Jahr darauf schon   95      Mitglieder   zählte, und man konnte den ersten Damen-Galaabend durchführen.Es entstand ein weiblicher Elferrat mit der Präsidentin Lieselotte Ehrhardt . Auch ein“ Weiberchor“ formierte sich,dessen spitzig-spritzige Vorträge von Lilo Ehrhardt und Ingrid Wiegand erarbeitet, und von Arno musikalisch begleitet wurden. Nicht zuletzt überraschte nun auch eine Frauentanzgruppe unter der Regie von Hans Klöcker das Narrenpüblikum,die sich , vom Flügel her durch Arnos schmissige Musik angefeuert, mit einem Cancan über die Bühne wirbelnd, in die Herzen der Narren tanzte.

Im Dörfchen Unterbreizbach da  möchte ich immer sein!

Eine rasante und erfolgreiche Entwicklung des Clubs nahm nun ihren Lauf.Leider nahmen in dieser Zeit bei Adolf Heyer verschiedene gesundheitliche Probleme ständig zu, sodaß er mir 1977 den Dirigentenstab für die Hofsänger übergab.
         

Mit den Hofsängern erwartete mich eine in jeder Beziehung vielseitige und tolerant-    kameradschaftlich-festgefügte kleine Arbeitsgruppe, die mir breitgefächerte Möglichkeiten für meine Aufgabe in Aussicht stellte. Dazu Arnos immer wunderbar angepaßte Musikbegleitung – ob auf dem Flügel, der Geige oder mit dem Akkordeon, nach Noten oder nach Gehör und in jeder Dur, gleich, ob Klassik,, Volkslied, Schlager oder Tanzmusik !

Meiner Phantasie waren also kaum Grenzen gesetzt.

Eine Schilderung der folgenden glückhaften Jahre des gemeinsamen Erfolges übernehme ich dem Gedenkbüchlein an Walter Rosenau „Solange noch Leben in mir ist, welches seine Frau Regina nach seinem Tod 2003 drucken ließ.

Die Hofsänger

Walter Rosenau hatte 1985 , nach dem Tode seiner ersten Frau , wieder geheiratet und war nach Leimbach umgezogen, blieb aber als Ehrenpräsident dem KCU bis zu seinem Tode treu. Sein Nachfolger als Präsident wurde Klaus Lorenz, unter dessen Regentschaft und mit großer Anerkennung und Unterstützung der Gemeinde wir gemeinsam 1992 das 25jährige Bestehen des Clubs mit vielen Auszeichnungen und Ehrungen feierten.

Unter anderem wurden auch drei aktive Ehepaare : Martin und Lieselotte EhrhardtHans und Annemarie Mätschke, und auch Arno und ich mit der Ehrenmitgliedschaft im KCU geehrt ,- eine besondere Bestätigung und ein Ansporn für alle.

Doch ein furchtbarer Schicksalsschlag beendete diesen für uns so wunderbaren Zeitabschnitt .Unser ältester Enkel Martin , der nach seinem Abitur ein „Soziales Jahr“ in einem Pflegeheim absolvierte, kam beim Essenholen mit seinen beiden ebenso jungen Kameraden bei einem Verkehrsunfall.ums Leben .

Ich zog mich von den Karnevalveranstaltungen zurück, übernahm aber mit den Hofsängern die Gestaltung der neueingeführten jährlichen Sommerfeste in der Dorfmitte, während unser Gitarrist Achim Schwertling  mit großem Erfolg die Auftritte in der Karnevalzeit erarbeitete und leitete.

Im Jahr 2005 mußte das Sommerfest wegen sehr ungünstiger Witterung in den Saal des Kulturhauses verlegt werden..Das paßte gut, um gleichzeitig festlich der Gründung des ersten Sportbundes im Dorf zu gedenken. Der Saal war voll besetzt und es wurde eine sehr schöne und interessante Veranstaltung. Da der Aufwand aber außerhalb einer Saison zu groß war, beschloß der Vorstand, die Sommerfeste aufzugeben , zumal das 40jährige Jubiläumsfest vorbereitet werden sollte  Da sich Arnos Gesundheitsustand zunehmend verschlechterte ,wollten wir.zu dieser Veranstaltung schweren Herzens unseren Abschied als „Aktive“ mit und von den Hofsängern mit einer kleinen Zusammenfassung der Programm -  Höhepunkte der vergangenen Jahre gestalten.

Mein Manuskript dafür war schon ferig , als gleich zu Beginn der Probearbeit eine akute Erkrankung . die allerdings glücklicherweise bald behoben werden konnte , die Proben unterbrach . Sie konnten aber durch Achim Schwertling und seinen Schwiegervater Helmut Henkel umgehend , zwar mit geändertem Programm , weitergeführt werden                                   

Als wir nach Arnos Genesung bei unserem neuen Präsidenten , Gerd Niebel , nachfragten , wurden wir sehr herzlich von ihm gebeten und ermuntert , uns nun als die zwei inzwischen wirklich „Alten Unterbreizbacher „ der ersten zehn Jahre zu verabschieden .  .s



So konnten wir  am Wiederholungsabend doch noch offiziell und zünftig unter großem Applaus von der KCU – Bühne und unserem Narrenpublikum als Aktive Abschied nehmen..

Wir erlebten noch die große Freude,daß wir trotz Erkrankungen und Arno im Rollstuhl auch bei der  Festsitzung zum 50jährigen Bestehen des KCU dabei sein konnten , um dem inzwischen wiederum neuen, jungen Präsidenten Jan Mätschke und den vielen Aktiven des Vereins von ganzem Herzen danken zu können mit dem Wunsch,diese fröhliche,das ganze Dorf belebende Tradition, weiterhin so liebe- und wirkungsvoll zur Freude aller zu pflegen.

                    Das K U D O N E – Kinderensemble  ( 1969 – 1973 )                          K U - lturbund   -  D O - rfklub   -  N E - nnstiel

Anfang 1969 riefen der Kalibetrieb gemeinsam mit der Kreisleitung des Kulturbundes in der Presse die Bevölkerung von Unterbreizbach dazu auf, sich an einer großen Hobbyausstellung im Oktober zu beteiligen.Der Aufruf löste eine unerwartet hohe Beteiligung aus, sodaß das inzwischen gebildete Organisations-Komitee beschloß, die feierliche Auszeichnungsveranstaltung im Saal des Kulturhauses mit einem kleinen Programm aufzuwerten. Der Vorschlag,auch hierbei Laienkünstlern die Gelegenheit zu geben, ihr Können zu zeigen,wurde angenommen, und ein zweiter entsprechender Presseaufruf war ebenso erfolgreich.Besonders viele Schulkinder meldeten sich, denn im neugegründeten Karnevalverein konnte noch keine Nachwuchsarbeit anlaufen.Es wurde nun in mehreren kleinen Übungsgruppen geprobt, und die Veranstaltung im Oktober wurde ein großer Erfolg.Auch die kleinen Akteure bekamen viel Beifall und hatten nur noch den einen großen Wunsch: Weitermachen ! Ich befragte daher die Übungsleiter und konnte freudig feststellen,daß alle bereit waren, völlig unentgeltlich mit den Kindern weiter zu üben.

So konnten wir völlig unabhängig ein kleines Kinderensemble mit etwa 120 Kindern in sechs Übungsgruppen zusammenstellen mit folgenden Übungsleitern:

Laienspiel            -          Helga           Rudolph

Akrobatik            -           Annemarie  Mätschke

Chor                    -          Dorothea     Nennstiel

Tanzgruppe I (Schulkinder Oberstufe)    „

Tanzgruppe II (Schulkinder Unterstufe)   „

Tanzgruppe III (Kindergartenkinder)        „

Musikalische Begleitung aller Gruppen von Arno Nennstiel

Es wurde nun ein Dorfklub gegründet,dessen Vorsitzende ich wurde,durch den das Ensemble nun zur Gemeinde gehörte und wir Kulturhaus und Übungsräume in Anspruch nehmen konnten und gaben ihm einen Namen, entnommen seinen Trägern und Leitern:

 K U D O N E - Ensemble.      ( K U – lturbund,  D O – rfklub,  N E - nnstiel )

Es dauerte gar nicht lange, da war die kleine Gruppe im Ort bekannt und viel gefragt.

Es gab kein festes Programm, sondern das wurde zu jeder Veranstaltung an dessen Anliegen angeglichen und neu erarbeitet.Lediglich unser „Abschiedslied“ , welches ich für unsere Auftritte geschrieben hatte,wurde stets von allen zum Schluß gesungen. Erstaunt hat mich immer wieder die freiwillige Disziplin der Kinder – es gab keine Listen, die Anwesenheit wurde nie kontrolliert, aber nie fehlte ein Kind.

Erstaunlich und beglückend für mich war auch, als wir unseren größten Beifall ausgerechnet von den Mitgliedern des weitbekannten „ N O R A - Ensembles „ ernteten.

Das Ensemble der sowjetischen Armee war am Abend zuvor für die Kalikumpel aufgetreten,und man hatte vereinbart,daß es sich am nächsten Vormittag unser Programm anschauen könnte. Die Begeisterung war natürlich besonders groß, als wir das russische Kinderlied vom Bienchen in russischer und deutscher Sprache, wie es dann auch vom Sender Weimar am 30.Okt.1971 übertragenwurde, und zum Schluß auch das Abschiedslied vortrugen.

Mit einer besonderen Auszeichnung machte uns die Gemeinde eine große Freude:

Arno und ich durften ein Wochenende im Weimarer „Elephanten“ verbringen und dort eine Aufführung des „Fliegenden Holländers“ im Nationaltheater besuchen.

1973 aber wurde die Freude durch bittere Wermutstropfen getrübt: Vor einer notwendig gewordenen großen Operation berichtete mir der Buschfunk, daß im Lehrerzimmer der Räsa – Schule die fehlende Parteilichkeit unserer Programme bemängelt worden sei . Dann, während meiner Operation ,brachte sich meine jüngste Schwester um , und schwere Komplikationen verzögerten später die Heilung. Ich fiel somit für eine lange Zeit aus.

Aber da im Karnevalclub inzwischen die Nachwuchsarbeit begonnen werden konnte und bereits Kindergruppen gebildet worden waren, fanden die Kudone-Kinder schnell und problemlos eine neue Wirkungsmöglichkeit.


Die  „ B R E I Z B A C H E R D O R F S Ä N G E R „ 
(2006 – 2017)

Für das Jahr 2006 war das KCU – Sommerfest gestrichen worden, und im Ort gab es schon seit Jahren keinen Chor mehr. Es gab also weder eine passende Plattform, noch das rechte Interesse an einer Gedenkveranstaltung , um an eine lange und erfolgreiche Chortätigkeit am Ort zu erinnern, welche vor 100 Jahren hier begründet wurde.

             K & S   -  T A G der O F F E N E N  T Ü R    am 30. 08. 2015  

Wir grüßen euch in froher Runde ,

.wir „ Zaunkönige „ vom Glaamer Grunde,

.zum heutgen Tag der „ Offnen Tür“ !

Wie gerne sind gekommen wir ,

.denn viele gehen hier ein und aus !

Fast fühlt sich mancher hier zu Haus ,

.weil jeder gern dort möchte leben ,

.wo Brot und Arbeit ihm gegeben.

So wollen heute wir bekunden,

.wie fest der Heimat wir verbunden :

                             Lied : Wie ist die Welt so groß und schön - - -

Niemand kann auf Salz verzichten :

Tacitus schon tat berichten

Von der Salzschlacht unsrer Ahnen –

.damals hießen sie „ Germanen „ .

Doch die Thüringer und Hessen

.haben längst den Streit vergessen!

Ossis, Wessis im Verein

.rissen hier den Grenzzaun ein,

.fördern Salz heut, Hand in Hand ,

Thüringen und Hessenland.

Darum haben wir gedacht ,

daß es sicher Freude macht ,

wenn wir auch gemeinsam singen!

Und wir hoffen aufs Gelingen !

                                      Lied :   Hermunduren und die Chatten - - -

Vor Zeiten war die Rhön bekannt

.als dunkles , kaltes , stein’ges Land.

Auch hier im Dorf war groß die Not ,

.auswärts verdiente man sein Brot .

Auf blüht’s erst zur Jahrhundertwende,

.als Kali brauchte viele Hände .

                                    Lieder :   Grüne Wiesen und lauschige Wälder - - -                                                     Glück auf, Glück auf ! Der Steiger kommt - - -

Ihr , die ihr heut euch eingefunden.

.fühlt euch mit unsrem Ort verbunden ,

dem Ort , geprägt vom Kalischacht ,

.der ihm den Wohlstand hat gebracht.

                                    Lied :   Schau ich aus sonniger Höhe - - -

Darum : „ Glück auf ! „  das wünschen wir ,

.laßt uns gemeinsam mühen !

Solang der Förderturm sich dreht ,

.wird unser Dörfchen blühen ! !


     20 J A H R E  BE R G M A N N S V E R E I N   am  6. Juli 2o13 

Unsere Programmbeteiligung an dieser Feierstunde lag mir besonders am Herzen ,

denn an der Gründungsveranstaltung am 24. Juni 1993 war ich , damals als Vertreterin

.der Gemeinde , selbst beteiligt .

Da meine Familie aus Westfalen stammt und dort seit Generationen ,und hier in Thüringen

auch mein .Vater sowie mein Mann im Bergbau beschäftigt waren , trat  ich gleich in den  

..neugegründeten Verein ein und wurde in den Vorstand gewählt .

Leider litt ich seit der Wende an einer äußerst belastenden Druck-Allergie , die besonders

.die Füße betraf. So konnte ich nach der ersten Bergparade , an der ich mich begeistert

.beteiligt hatte , kaum noch mit Schuhen wieder nach Hause kommen. Damit erübrigte

.sich dann jede weitere Teilnahme.

.Auch gehörte ich seit der letzten Wahl nicht mehr der Gemeindevertretung an ,

sodaß ich dem Vorstand , zumal als „ Außeneinsteiger „ keine große Unterstützung mehr sein konnte. So gab ich diese Funktion mit großem Bedauern zurück .

25 Jahre nach Zaunabriß zwischen Glaam und Unterbreizbach

Es war sicher eine Breizbacher Besonderheit , die zu diesem außergewöhnlichen Gedenktag geführt hat.:

Da der Stacheldrahtzaun zwischen den beiden Orten 1990 trotz anderer Zusagen auch an hohen Feiertagen nicht einmal stundenweise für Fußgänger geöffnet wurde , rissen am 5. Juni 1990 beherzte Bürger von Ost und West gemeinsam heimlich mit Schleppern etwa einhundert Meter des Zaunes ab und feierten so das erste Wiedersehen nach vierzigjähriger Trennung .

Als am 3.Oktober 1991 dann die wiederhergestellte Straßenverbindung als große Festveranstaltung offiziell gefeiert wurde , bahnten sich erste

.breitere Kontakte zwischen den Bewohnern beider Orte an.


Daher war ich kaum erataunt , als mich Anfang 2000 Karlheinz Mehlmann aus der Glaam zu Hause besuchte:

Da unsre beiden Familien  ja jeweils die ersten Häuser nach der Grenze bewohnen würden, könnten wir beiden doch nach nunmehr zehn Jahren ein Jubiläumstreffen organisieren , falls ich da mitmachen würde.

Sein Vorschlag wurde Realität und es wurde eine beeindruckende Feier,

.die wir zum zwanzigsten Jahrestag wiederholen konnten und zum fünfundzwanzigsten schon vorplanten..

Durch die Veranstaltung „Dolles Dorf“ hatte ich für diesen Tag bereits eine gemeinsame Ost / West - Singegruppe mit einem entsprechenden Lied vorgesehen, als eine Anzeige im „Vorderrhön –Kurier „ alle meine Pläne zunichte machte.

Doch beide Gemeinden übernahmen die Planung und Vorbereitung  dieses Jubiläums , und so wurden die Akteure dieser beherzten Tat nach fünfundzwanzig Jahren noch einmal am

7. Juni 2o15 offiziell ganz groß gefeiert.


A B S C H I E D

2016  -   unsere Singegemeinschaft hatte nun zehn Jahre lang in großer Harmonie und mit .viel Elan und Freude viele fröhliche Stunden verlebt und dabei etliche Auftritte mit durchaus gutem Erfolg gestalten können.

Doch leider hatte auch das Alter in diesr Zeit nicht geruht und forderte auch von mir sein unerwünschtes Tribut : Mir fiel es immer schwerer , die öffentlichen Veranstaltungen .durchzustehen , und als sich dann herausstellte , daß nicht nur das Alter , sondern auch eine bösartige Erkrankung meine Kräfte aufzehrte , entschloß ich mich zu einer Abschieds – Veranstaltung  mit der Gruppe , sowie unseren Freunden und Unterstützern .

Die Jahreszeit kam mir entgegen , um einmal den „ Breizbacher „ Goalle Snieter –Sunntich „den Sonntag nach Pfingsten, wo früher der trockengewordene Hefekranz des Pfingstfestes in

Scheiben geschnitten – und in siedendem Fett zu den wunderbar schmeckenden„ Goldenen Schnitten „  aufgebacken wurde.  zünftig , wie in alten Zeiten, zu begehem.

So feierten wir am Sonntag nach Pfingsten 1917 unseren letzten „Auftritt in eigener Sache „ .in großer Freundschaft und Dankbarkeit .

                                            

W O  M A N  S I N G T     D A  L A S S  D I C H  G E R N E  N I E D E R             
Wie Unterbreizbach unsere  zweite Heimat wurde .

Dieser Teil der Unterbreizbacher Chronik ist eine ganz persönliche Schilderung meines wichtigsten und für mich beglückendsten Lebensabschnittes , den ich nur durch die gemeinsame Gestaltung mit Arno , meinem Mann , sowie durch die jahrelange aktive Unterstützung  der Menschen unseres Dörfchens Unterbreizbach hier erleben durfte . Für die Schilderung der vielen anderen . ebenso erfolgreichen und wichtigen Gruppen hier am Ort fehlt mir leider die Lebenszeit . Daher hierrvon bitte keine Veröffentlichungen !  

                                                                                   Störfälle 1987          



Doch auch in diesemJahr gab es nicht nur Freud .

Das ist ja jedem klar . denn lang ist die Zeit .

Sagt uns doch , was uns gestört ,

was bei uns noch lief verkehrt ,,

wenn ihr unsre Fragen im Lied gleich hört!

                                         T U U U T !  

Was ist das größte Sorgenkind ?

Was , was . was ?

Ersatzteil kaum zu haben sind .

Was nur , was ?

Geht es kaputt . kommt man in Wut !

Was nur , was ?

Verkaufen kann mans doppelt gut !!

Nanu , was ist denn das ??

    Es macht immer tut, -tut ,   ganz laut immer tut . – tut !   Nur es darf euch nicht geschehn   Mal am Straßenrand zu stehn !   Die Bestellung tut nicht quälen   wenn Zweitakter ihr tut wählen ,   Nach zwölf Jahren geht’s euch gut :   Dann macht es bei euch auch tut !!   Tut /  tut!                                                        Tut !  - tut !                                                        T uuuuuuuu t   !!!                                  Berliner Duft  

Was steht in jeder Zeitung drin ?

Was , was , was ?

Wo gingen unsre Bauleut hin ?

Was nur , was ?

Was kriegt das Best vom Besten rin ?

Was , was , was ?

Was steht uns bald bis oben hin ?

Nanu , was ist denn das??

   Das ist der Berliner Duft ,Duft , Duft ,     nahm uns die Jahr fast die Luft , Luft , Luft ,       siebenhundertfünfzig Jahr , Jahr , Jahr ,   ist zwar klar , klar , klar ,   wunderbar , bar , bar ,!

. Wollt dem Alltag ihr entfliehn , fliehn , fliehn ,         

  müßt ihr fahren nach Berlin , Berlin ,   dort schnell euer Geld verpufft , pufft , pufft ,   das macht die Berliner Luft !!  

Unter Linden , unter Linden ,

gehen spaziern die Mägdelein,

 unter Linden , unter Linden ,            

promeniert sichs hübsch und fein .

Unter Linden , unter Linden -

Wann sind wir da schon zu finden ??

Was uns viel mehr Freude macht :

Gute Straßen bis zum Schacht !!

      Alles hat ein Ende , nur die Wurst hat zwei . -     Jawoll, Berlin , bald ists vorbei !     Doch du brauchst nicht traurig sein ,     Hauptstadt wirst du weiter bleiben!     Alles hat ein Ende , nur die Wurst hat zwei ,      jawoll , bald ists vorbei !!                       

D I E  H O F S Ä N G E R  Z U R  W E N D E            

A D L E R                       K L A U S

A D L E R                       T H O R A L F

A L L M R O T H              H A R T W I G

F R I E B E                      A C H I M

F R I E B E                      N O R B E R T

J U N G                            L U T Z

K O C H                           A C H I M

L O R E N Z                      K L A U S                             

N E N N S T I E L              A R N O                                   P I A N I S T

O R T H                             P E T E R

R E H M                            H E L M U T H

R E H M                            T H O M A S

R I T T E R                        H A N S – J Ü R G E N

S C H U B E R T                H E L M U T

W I E G A N D                   E R O              

C H O R L E I T E R I N -     D O R O T H E A  N E N N S T I E L


                                     U R L A U B  

Es , es , es und es , ea ist ein harter Schluß ,                          Ero Wiegand 

wenn , wenn . wenn ja wenn ,

wenn man mit Kindern reisen muß .

Mit einem mags ja grad noch gehen --- ,

ein Aufbett kann im Zimmer stehn .

Doch Zeltrn kann man fahren –

                           seit Jahren !                                                  


I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

D A S J A H R 1 9 8 6    -    A U F G E S C H R E C K T

                                                             Absturz der Challenger                                                               Supergow Tschernobyl                                                               Umweltverschmutzung  

D A S J A H R 1 9 8 7    -    F R Ü H L I N G  I M  S E P T E M B E R

                                                               Honnecker im Westen                                                                     Susanne Jung fünfte  im Speerwurf bei Olympia                                                                 USA - und UdSSR - Außenminister beraten                                                                                                 Atomwaffen - Abbau                                                                             Unzufriedenheit mit Autobelieferung und                                                                 Vorzugsbehandlung von Berlin (750 Jahre )  

D A S  J A H R  1 9 8 8    -    D A S  S C H A L T J A H R

                                                                 Auch wir wollen umschalten                                                                   Hoffnung auf Gorbatschow                                                                  Urlaub wie und wo? Zelten?                                                                  Ab jetzt auch bei Onkel und Tante im Westen.        

D A S  J A H R  1 9 8 9     -    J A H R  D E R  B E W E G U N G

                                                                 Ausbruch der Seuche Buda - Pest                                                                  In Budapest wurde der Grenzzaun geöffnet.                                                                  Massenhafte Republikflucht über Ungarn .    

D A S  J A H R  1 9 9 0    -    D A S  J A H R  D E R  E I N H E I T

                                                                   Öffnung der Mauer über die Vachaer Werrabrücke.                                                                    Überzogene Erwartungen                                                                    König Midas                                                                    Einriß des Stacheldrahtzauns nach Glaam                                                                    Erster Juli – Einführung der D – Mark                                                                    Marktwirtschaft                                                                     Die Gedanken sind nun frei   

D A S  J A H R  1 9 9 1    -    D A S  J A H R  D E R  E R N Ü C H T E R U N G

                                                                    Endlich Schluß mit Bespitzelung                                                                                          Umweltverschmutzung und Grenzzäunen                                                                     Nun aber  Entlassungen und                                                                     Arbeitslosigkeit.                                                                     Wer hat die sichersten Arbeitsplätze ?        

D A S  J A H R  1 9 9 2    -    D A S  J A H R  D E R  T R E U H A N D

                                                                    Die ostdeutsche Wirtschaft und Betriebe                                                                      werden mit Vorliebe abgewickelt und verschenkt.                                                                             D A S  J A H R  1 9 9 3    -    W E L T E N B R A N D                                                                                   durch Zerfall der sozialistischen Systeme .                                                                        Machtkampf in Rußland                                                                       Olympia-Absage für Berlin                                                                       Fremdenfeindlichkeit in Deutschlands Hauptstadt                                                                       Verbesserungen am Ort;                                                                       Okay , Raiffeisenbank , Gewerbegebiet                                                                                                                                                                              

NUR GEMEINSAMES UND EINIGES HANDELN NÜTZT UNSEREM

                     D Ö R F C H E N  U N T E R B R E I Z B A C H                                                                                                



                         

„Die Hofsänger des KCU“




                             

 

 

 

 

 







Historische Audioaufnahmen der Hofsängerprogramme 1987, 1988, 1990, 1991. Der Mitschnitt von 1989 ist leider verschollen:.



I N H ALT S V E R Z E I C H N I S  D E R  C D – B E I L A G E

Auszüge der Veranstaltungsmitschnitte der nur noch vorhandenen Jahrgänge

                        1 9 8 7 - 1 9 8 8 - 1 9 9 0 - 1 9 9 1


Gesungen von den HOFSÄNGERN DES KCU – 67  UNTERBREIZBACH

Am Flügel begleitet von    ARNO NENNSTIEL

Einstudiert von                  ARNO  UND  DOROTHEA  NENNSTIEL

Manuskript von                  DOROTHEA NENNSTIEL


D A S  J A H R   1 9 8 7    OHNE  SONNENSCHEIN


                                       Es fängt alles erst an  :                                        Honnecker erstmals im Westen                                        Susanne Jung Speerwurf-Fünfte bei Olympia                                        Außenminister von USA und UdSSR verhandeln
                                                                                  Atomwaffenabbau  

.                                     Oh , sole mio

                                      Nicht gut war :                                       Autobelieferung                                       Überversorgung von Berlin während 750 – Jahrfeier                                                   



D A S  J A H R  1 9 8 8     DAS  SCHALTJAHR


                                       Auch wir schalten um                                        Hoffnung auf Gorbatschow                                        Urlaub - wohin?                                        Aufbett?   Zelten? Auch bei Onkel und Tante im
                                        Westen ists nun möglich.                                        Doch frohes Wiedersehen in der Heimat



D A S  J A H R  1 9 9 0      DAS JAHR DER EINIGUNG


                                      Grenzöffnung auf Vachaer Brücke                                       Überzogene Erwartungen                                       König Midas Einriß des Grenzstacheldrahtzaunes
                                      nach Glaam

                                      Erster Juli - Einführung der D-Mark                                       Die Marktwirtschaft
                                      Die Gedanken sind nun frei  



D A S  J A H R  1 9 9 1  ERNÜCHTERUNG


                                     Schluß mit Bespitzelung , Umweltverschmutzung
                                     und Grenzzaun
                                     Nun aber Entlassungen und Arbeitslosigkeit                                      Wer hat die sichersten Arbeitsplätze?                                      Neue Straßen - auch nach Glaam


                       A N H A N G

Gedenken  an     A D O L F   H E Y E R         O7. O3. 1934  -  29 . O8 . 1988                      Schöpfer des Unterbreizbacher Karnevalschlagers

                                     ( Helmuth Rehm)                          
                          - Singt man in Köln vom Vater Rhein  -

                

Dankesworte von Präsident  W A L T E R  R O S E N A U






Hier einige Fotos jener Zeit:

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rosenmontag 2001

Dörfchen Unterbreizbach 2001

Es steht ein Soldat 2001

Blueberry Hill 2001

Der kleine grüne Apfel 2007

50 Jahre KCU 24.Februar 2017:
Letzte Büttenrede Dorothea-Nennstiel-Deilmann

Zur Festsitzung am 24.Februar 2017

Dem Präsidenten des KCU -67

Jan Mätschke

Und allen Aktiven des Vereins anlässlich des 50-jährigen Bestehens.

Bum bum und Helau, liebe Narrenschar,

man glaubt es zwar kaum, und doch ist es wahr:

Vor fünfzig Jahren, in hier diesem Saal

Erklang  dieser Ruf zum ersten Mal!

Wenn mancher auch in der Anfangsphase

Verächtlich rümpfte seine Nase,

wir trugen voll Stolz unser Narrenkleid!

Und haben damals schon prophezeit:

      „In ein paar Jahrn wird``s Ehre sein,       beim  KCU  dabei zu sein!“

Heut sieht mans :  Narren eine Masse!!

Ja!   Schleenbachshäuser

Die sind Klasse!!

Und wie wir Alten einst gesungen,

so zwitschern heute unsre  Jungen..

So fing der Hans zu zwitschern an,

die Kinder ham`s ihm gleichgetan,

und heut führt hier das Regiment

sein Enkel schon,  als Präsident!

Mit viel Elan,  mit Kraft und Mut,

so macht er seine Sache gut!

Den  KCU  will keiner lasse!

Denn Schleenbachshäuser,  die sind Klasse!

 

 

 

Als   „ Zwei alte  Unterbreizbacher“  ham wir hier angefangen,

doch inzwischen sind fünfzig Jahre vergangen,

jetzt  als  „ Zwei Uralte Breizbacher“  mit viel Freude

sehn wir das närrische Treiben heute,

denn wo man fröhlich lacht und singt,

das ganze Dorf zusammenbringt,

hat man für Missgunst und für  Streit

in solchem Ort nicht Lust noch Zeit!

Hier sind, man kanns genug nicht loben,

die Kinder bestens aufgehoben.!

Voll Achtung danken wir dafür

Dem Präsidenten darum schenken wir

Den bunten Strauss hier,  hübsch und fein,-

So bunt mög blühen und gedeihn

Noch viele Jahr‘ der KCU!

Die Vase bekommt er gleich dazu - - -                            ,

Mit Mützchen würd sie vielleicht einmal

Für die Anfangszeit ein Erinnerungsmal.

         Ja,  wir machten gemeinsam     so manche  Schau,

und wurden darüber alt und grau.

Doch ob schwarz noch die Haare, oder schon grau –

Hebt das Glas auf die Zukunft, auf  „Bum-bum und Helau“

Und wer kein Glas hat, der hebe die Tasse,

    denn Ihr alle im  Saal  hier ,  --                                Ihr seid   Sonder – Klasse!!!  

Ein herzliches  Bum bum und Helau  zum Abschied

                    Von Euren   „ Uralten  Breizbachern“





Präsentation der neuen Vereinsflagge

 

 

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